Herausforderung China
Der Bestseller-Autor und Reporter des „manager magazin“, Wolfgang Hirn, kam auf Einladung des Arbeitskreises China des IHK-Verbundes Mittelhessen am 24. November 2005 nach Gießen.
Anlaß war die Veröffentlichung seines aktuellen Buches „Herausforderung China" im S. Fischer Verlag (2005), Frankfurt a.M., 255 S., € 14,90:
Der Präsident der IHK Gießen-Friedberg und Mitglied des Arbeitskreises China, Dr. Wolfgang Maaß, Geschäftsführender Gesellschafter der Brühlschen Universitätsdruckerei GmbH & Co KG, sprach das Grußwort. Die Moderation der Veranstaltung übernahm DieterSchormann, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und Mitglied der Vollversammlung der IHK Gießen-Friedberg.
Wolfgang Hirn ist seit 1985 beim manager magazin. Er wurde 1954 geboren, studierte Volkswirtschaftslehre und Politische Wissenschaften in Tübingen und arbeitete als Wirtschaftsredakteur für den Kölner-Stadt-Anzeiger und die Wirtschaftswoche. Er kennt China aus eigener Anschauung und Erleben seit zwei Jahrzehnten und veröffentlichte in 2005 das viel beachtete Buch „Herausforderung China“.
In seinem Buch beschreibt Wolfgang Hirn den Aufstieg Chinas zur Wirtschaftsmacht, aber vor allem die dramatischen Konsequenzen, die dieser Aufstieg für uns im Westen hat. Die Folgen des chinesischen Aufstiegs werden alle spüren - ob Unternehmer oder Arbeitnehmer, ob Manager oder Verbraucher.
Weltweit stammt jede zweite verkaufte Kamera, jede dritte Klimaanlage und jeder vierte Fernseher aus dem Reich der Mitte. Ob beim Einkaufen oder beim Tanken: Die Konsequenzen des wirtschaftlichen Aufstiegs Chinas werden enorm und direkt spürbar sein. Und das ist erst der Anfang: Die Volksrepublik ist auf dem Weg zu einer Weltmacht, erst wirtschaftlich, dann politisch und militärisch.
Weil sich China mit rasantem Tempo zur Fabrik der Welt entwickelt, werden die Deindustrialisierung des Westens und die damit verbundene Arbeitslosigkeit weiter voranschreiten. Weil China einen riesigen Appetit nach Rohstoffen hat, werden die Verbraucher weiter mit steigenden Preisen bei Öl, aber auch Getreide rechnen müssen. Weil die chinesischen Unternehmen immer besser werden, drängen sie zunehmend auf die Weltmärkte und werden zu ernsthaften Konkurrenten der westlichen Konzerne.
Viele im Westen sind sich dieser Gefahren, die aus dem Fernen Osten drohen, nicht bewusst. Es sei deshalb dringend an der Zeit - so Hirn - sich mit der entstehenden Wirtschaftsmacht China auseinander zu setzen. Denn: "Wir können uns den Luxus der China-Ignoranz nicht mehr leisten."
(v.l.n.r.): Robert Malzacher, Dr. Wolfgang Maaß, Wolfgang Hirn, Dieter Schormann




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