Gesundheitsmarkt in Russland – „Made in Germany“ hoch im Kurs
Experten standen Firmen aus ganz Deutschland bei der IHK-Veranstaltung Rede und Antwort
Der russische Absatzmarkt für Medizinprodukte bietet enorme Chancen. Das war das Fazit aller Experten einer Veranstaltung am 9. September. Die IHK Gießen-Friedberg hatte gemeinsam mit dem Clustermanagement timm (Technologie & Innovation Medizinregion Mittelhessen), dem Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) und dem Ost- und Mitteleuropa Verein e. V. eingeladen. Mit knapp 60 Teilnehmern aus ganz Deutschland stieß das Thema auf großes Interesse.
Dr. Stefan Stein, Geschäftsführer der deutsch-russischen Auslandshandelskammer (AHK) in St. Petersburg, erläuterte in seinem Vortrag vor Vertretern aus den Branchen der Medizintechnik und Pharmaindustrie die Aussichten und Potenziale. Mit rund 140 Millionen Einwohnern und knapp 7.000 Krankenhäusern zeigt sich eine steigende Nachfrage an deutschen Gesundheitsleistungen und -produkten. Für einen erfolgreichen Markteinstieg sind das richtige Netzwerk und die interkulturellen Kompetenzen mitunter von besonderer Bedeutung.

Dr. Andreas Weißflog, Projektmanager des Kooperationsnetzwerkes timm, Dr. Christoph Dengler, Rechtsanwalt der Kanzlei Mannheimer Swartling, Robert Malzacher, Geschäftsführer der IHK Gießen-Friedberg, Dr. Stefan Stein, Geschäftsführer der AHK St. Petersburg, Dr. Andrea Gebauer, Leiterin des Hauptstadtbüros des Ost- und Mitteleuropa Vereins, Julius Krüger, Geschäftsführer der Fresenius Medical Care Deutschland, Werner Kexel, Geschäftsführer der Eurocat. (v.l.n.r.)
Gerade die AHKs bieten deutschen Unternehmen weltweit Ihre Unterstützung in der Erschließung von Märkten an.
Wie wichtig die Beachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen ist, zeigte Dr. Christoph Dengler von der Kanzlei Mannheimer Swartling. Nur wer die Fallstricke und Besonderheiten des Systems in Russland kennt, kann sich langfristig behaupten. Dabei ging er insbesondere auf die Unterschiede zwischen Deutschland und Russland bei der Vertragsabwicklung und Rechtsauslegung ein.
Über seinen breiten Erfahrungsschatz in der Durchführung klinischer Studien weltweit, berichtete Dr. John Shillingford vom Unternehmen Averion und legte sein besonderes Augenmerk auf die Datenqualität und Unterschiede in der Bearbeitung des Datenbestandes.
Mit einem Einblick in die gesetzlichen Verfahren in der Zulassung von Medizinprodukten rundete Werner Kexel, Direktor für internationale Geschäftsentwicklung der Firma Eurocat, die Vorträge zur formellen Abwicklung ab.
Doch was sagen die Praktiker? Julius Krüger, Geschäftsführer von Fresenius Medical Care Deutschland GmbH, zeigte die Unternehmerpraxis in Russland und die Hintergründe zum Markteinstieg auf. Auch im Anschluss stand er für Fragen Rede und Antwort.
Die Präsentationen zum Download:
-
Potenziale für die deutsche Wirtschaft
- Wachstum trotz Krise
- Referent: Dr. Stephan Stein, Geschäftsführer, AHK St. Petersburg
-
Rechtliche Rahmenbedingungen
- Erfolgreiche Geschäfte in Russland: Was Unternehmer beachten sollten
- Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit medizinischen Fachkreisen
- Neues Arzneimittelgesetz in Russland – Internationaler Vergleich anhand klinischer Prüfungen Phase IV
- Referent: Dr. Christoph C. Dengler, Rechtsanwalt, Kanzlei Mannheimer Swartling, St. Petersburg
-
Der Markt für klinische Prüfungen in Russland
- Vor- und Nachteile der Durchführung klinischer Studien
- Datenakzeptanz und Qualitätsaspekte aus regulatorischer Sicht
- Referent: John Shillingford, VP Clinical Operations, Averion International
-
Zulassung von Medizinprodukten in der Russischen Föderation
- Registrierung, Zertifizierung, GOST-R, Hygienezertifikat, klinische Prüfung. Was wird benötigt?
- Aktuelle Information über das neue russische „Medizinproduktgesetz“
- Referent: Werner Kexel, Geschäftsführer, Institute for Certification and Testing GmbH
-
Unternehmer berichten Erfolgreiche Beispiele aus der Praxis
- Referent: Julius Krüger, Geschäftsführer, Fresenius Medical Care Deutschland GmbH
IHK-Ansprechpartnerin: Elvin Yilmaz




Umfrageergebnis 2012:
Kommunen heben Grundsteuer an! mehr ...
Jahresempfang:
Impressionen des Abends - Bilder jetzt online! mehr ...
Geldwäschegesetz:
Nicht auf Kosten der regionalen Wirtschaft! mehr ...
RSS
Drucken
Hier kommen Sie zur aktuellen Ausgabe und zum Archiv des IHK-Magazins