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INTERNATIONAL

Zollforum Mittelhessen am 27. November 2012

Zollforum Mittelhessen am 27. November 2012

Das Zollforum Mittelhessen fand zum zweiten Mal statt und dient als Plattform für die Außenwirtschaft.


Mitarbeiter des Hauptzollamts Gießen im Gespräch mit den Teilnehmern

Die Exportwirtschaft steht nicht nur durch die aktuellen Entwicklungen in der EURO-Zone und der weltweiten Finanzkrise vor Herausforderungen. Komplexe Zollvorschriften, aufwendige Beantragungsverfahren und ständige Neuerungen im Zollrecht stellen vor allem kleine und mittelständische Betriebe vor große Schwierigkeiten in der Praxis.

"Das Zollforum bietet sowohl Neueinsteigern als auch erfahrenen Zollexperten die Möglichkeit, sich einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Zollvorschriften zu machen und sich über ihre Erfahrungen untereinander auszutauschen“, sagt Robert Malzacher, Federführer International des IHK-Verbundes Mittelhessen.

Ein wichtiger Aspekt ist dabei die innerbetriebliche Exportkontrolle: „Unternehmen, die aktiv am Außenhandel teilnehmen, müssen bei der Abwicklung ihrer Exportgeschäfte eine Vielzahl von außenwirtschaftlichen Beschränkungen beachten, um strafbewehrte Verstöße zu vermeiden. Aus diesem Grund muss die sogenannte „Exportkontrolle“ innerbetrieblich organisiert und sensible oder kritische Geschäfte bereichsübergreifend bereits im Vorfeld erkannt und überprüft werden“, erklärt Ken Pardey, Prokurist bei der FTC GmbH in Hochheim am Main. Dabei stellt die Einrichtung einer funktionierenden Exportkontrollorganisation die Unternehmen regelmäßig vor große Herausforderungen. „Die unterschiedlichen Abteilungen – vom Einkauf über Produktion und Marketing bis hin zum Vertrieb müssen eng verzahnt miteinander zusammenarbeiten, um die rechtskonforme Abwicklung der Exportgeschäfte zu gewährleisten“, so Pardey.

Aber auch die Sicherheit von Personen und Gütern im Exportgeschäft spielen angesichts globaler politischer Bedrohungen eine immer wichtigere Rolle. „Zunehmende Globalisierung und weiter wachsende Bedrohung durch den internationalen Terrorismus stellen weltweit operierende Unternehmen hinsichtlich der Absicherung der Lieferketten vor große Herausforderungen. Zum besseren Schutz von Gütern und Personen ist es erforderlich, sich bestehenden Sicherheitsinitiativen anzuschließen und sich diesbezüglich zertifizieren zu lassen.“ sagt Thomas Hagendorf, Manager Compliance & Security Logistics Supply Chain Management Automotive der Continetal Teves AG & Co. oHG in Frankfurt am Main. “Mit der Zertifizierung stellen sich Unternehmen als souveräne Partner gegenüber der internationalen Kundschaft auf. Dabei ist ein effektives Compliance Management gefordert und unabdingbar“, sagt Hagendorf.

Alle Vorträge finden Sie hier zum download:

Helena Gerstenkorn, Hauptzollamt Gießen

Thomas Hagendorf, Manager Compliance & Security Logistics Supply Chain Management Automotive der Continental Teves AG & Co. oHG, Frankfurt a. M.

Günter Englert, Hauptzollamt Gießen

Ken Pardey, FTC GmbH

Thomas Huber, TTS Tooltechnik GmbH, Wendlingen

Weitere Informationen: Elvin Yilmaz

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