IHK Gießen-Friedberg

Bundesweiter Aktionstag im IHK-Bezirk wieder ein voller Erfolg

„Tag des Ausbildungsplatzes“ brachte 265 neue Ausbildungsplätze

(Gießen-Friedberg, den 18. Mai 2010) - Jedem ausbildungswilligen und -fähigen Jugendlichen ein Angebot zu machen ist das Ziel des Nationalen Paktes für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs. Mit dem 15. „Tag des Ausbildungsplatzes“ ist es der Agentur für Arbeit, der GIAG, der JobKOMM, der Kreis-Handwerkerschaft Gießen sowie der IHK Gießen-Friedberg wieder gelungen, Arbeitgebern und Personalverantwortlichen bewusst zu machen, wie wichtig eine betriebliche Ausbildung für die Zukunftssicherheit des eigenen Unternehmens ist. Insgesamt konnten 78 zusätzliche Ausbildungsstellen noch für dieses Ausbildungsjahr eingeworben werden. Hinzu kommen weitere 187 Plätze, die im Rahmen der Aktion schon jetzt für das nächste Ausbildungsjahr gemeldet wurden. „Das ist ein überaus positives Ergebnis. Wir freuen uns sehr über die Bereitschaft der Unternehmen in Mittelhessen, weitere Ausbildungsstellen zur Verfügung zu stellen", unterstrich Eckart Schäfer, Chef der Agentur für Arbeit in Gießen. Bundesweit konnten insgesamt 30.751 Ausbildungsplätze akquiriert werden. Damit wurde das Ergebnis des vergangenen Jahres (27.200) trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation deutlich übertroffen.

Qualifizierung aller Schulabgänger

Nach Auskunft des Pressesprechers der Agentur für Arbeit, Johannes Paul, kommen auf 1.288 offene Stellen im Bezirk der Agentur für Arbeit Gießen, 2.193 Bewerber. Obwohl sich die wirtschaftliche Situation verbessert habe, werde es für Unternehmen zunehmend schwieriger, Ausbildungsplätze zu besetzen. Einerseits fehle es an qualifizierten Bewerbern, andererseits drängten Schüler(innen) in weiterführende Schulen, weil sie keinen Ausbildungsplatz in den von ihnen favorisierten Berufen fänden. Neben der Gewinnung zusätzlicher Ausbildungsplätze wurde vor allem auch dafür geworben, leistungsschwächeren Jugendlichen eine Chance zu geben. Nicht nur der Klassenbeste kann ein geeigneter Kandidat für eine Ausbildung sein, sondern ebenfalls ein Jugendlicher mit Startschwierigkeiten – so der Tenor.

080 / 10 - Lohmann
IHK-Ausbildungsberater Günther Lohmann stand den Anrufern Rede und Antwort.

Experten am Telefon

Im Mittelpunkt des Aktionstages stand in diesem Jahr neben „Speed-Dating“ –Kurzgesprächen von Arbeitgebern aus dem Landkreis Gießen mit ausbildungswilligen Jugendlichen, die im Vorfeld schon eine Bewerbungsmappe zusammen gestellt hatten – eine Telefonakquise. Mit Kerstin Sobota (Ausbildungsvermittlerin bei der Agentur für Arbeit), Bärbel Braun (Teamleiterin Ausbildung bei der Kreis-Handwerkerschaft Gießen), Eveline Weinert (Vermittlerin bei der GIAG) und Günther Lohmann (Ausbildungsberater der IHK Gießen-Friedberg) standen vier Experten sowohl interessierten Ausbildungsplatzbewerbern, deren Eltern oder Großeltern als auch Unternehmern gerne Rede und Antwort. „Stellen Sie sich persönlich im Unternehmen vor“, riet Günther Lohmann einem jungen Anrufer. Denn ein persönliches Gespräch, am besten mit einer vollständigen Bewerbungsmappe, sei der beste Türöffner. „Bieten Sie dem jeweiligen Betrieb auch an, ein Praktikum zu absolvieren“, unterstrich der erfahrene Ausbildungsberater. Über offene Stellen könnten sich Bewerber sowohl bei der Agentur für Arbeit als auch bei der IHK-Ausbildungsbörse informieren.

080 / 10 - Sobota
Kerstin Sobota von der Agentur für Arbeit informierte ebenfalls am Telefon über die besten Wege zum Ausbildungsplatz. (Fotos: Petra Zielinski)

Flexibilität ist wichtig

„Viele vor allem größere Betriebe und Jugendliche haben für das kommende Ausbildungsjahr schon Verträge abgeschlossen“, erklärte Kerstin Sobota einem Anrufer, der auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz zum Industriekaufmann war. Doch wer flexibel sei, sprich nicht auf einen bestimmten kaufmännischen Beruf festgelegt, und über einen Führerschein verfüge, habe gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Betriebe, die über eine Ausbildungsberechtigung verfügen, derzeit aber nicht ausbilden, wurden ermutigt, durch Ausbildung in die Zukunft zu investieren. Insgesamt waren Telefonaktion und „Speed-Dating“ ein voller Erfolg.

Darüber hinaus war auch die Geschäftsführung der Arbeitsagentur bei Arbeitgebern vor Ort. Agenturchef Eckart Schäfer und der Geschäftsführer der GIAG, Torsten Becker, besuchten das Christliche Bildungszentrum für Gesundheitsberufe (CBG). Bei Betrieben in der Wetterau und im Vogelsberg waren die Geschäftsführerinnen Operativ der Agentur für Arbeit Gießen zu Gast.

Petra A. Zielinski

Pressemeldung Nr. 80, 4.291 Zeichen, 64 Zeilen
Verantwortlich für den Inhalt: Axel Steinbeiß, Tel. 06031 / 609-3010
Pressestelle: Pressekontakt: Kurt Schmitt, Tel. 06031 / 609-1100

 

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