Jahr der Rekorde
IHK-Ausbildungsplatz-Pressekonferenz und Ehrung der
besten Auszubildenden
(Gießen-Friedberg, den 8. November 2011) – Am letzten
Tag im Oktober durfte im Hause der IHK Gießen-Friedberg gefeiert
werden. Und das gleich doppelt: Zum Einen die Steigerung der neu
eingetragenen Ausbildungsverhältnisse zum Stichtag 30. September
2011 um 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Zum Anderen
die Ehrung zehn junger Frauen und Männer aus dem IHK-Bezirk
Gießen-Friedberg, die nicht nur ihre Ausbildung erfolgreich
abgeschlossen haben, sondern darüber hinaus die jeweils
Landesbesten in ihrem Ausbildungsberuf geworden sind. Eine von
ihnen, Anja Willer, konnte ihre Ausbildung zur Medienkauffrau
Digital und Print in der Abteilung Vertriebsleitung, Verkauf,
Marketing beim Gießener Anzeiger sogar als Bundesbeste abschließen.
„Diese hervorragende Leistung eröffnet Ihnen die allerbesten
Chancen auf einen glänzenden Start in die berufliche Zukunft“,
lobte IHK-Präsident Dr. Wolfgang Maaß.
Die zehn landesbesten Auszubildenden mit
IHK-Präsident Dr. Wolfgang Maaß und Vizepräsidentin Dr. Angelika
Schlaefke.
2.271 neue Ausbildungsverhältnisse
„Mit dem rekordverdächtigen Ergebnis von 5,1 Prozent mehr
Ausbildungsplätzen liegen wir nicht nur über dem hessischen
Durchschnitt von 4,3, sondern auch über dem bundesweiten von 4,7
Prozent“, führte Maaß aus. Dass in den Kreisen Gießen, Wetterau und
Vogelsberg 2.271 neue Ausbildungsverhältnisse quer durch alle
Branchen zustande gekommen seien, liege nicht nur an den
engagierten Ausbildungsbetrieben, sondern vor allem auch an den
unermüdlichen Bemühungen der Abteilung Aus- und Weiterbildung unter
Leitung von Elke Ehlen. Gerade vor dem Hintergrund eines
zunehmenden Fachkräftemangels werde es auch für heimische
Unternehmen immer schwieriger – vor allem im gewerblich-technischen
Bereich - passende Auszubildende zu finden. Viele Stellen blieben
bereits heute schon unbesetzt.
Alle Jugendliche qualifizieren
2010 hätten bundesweit 850.000 Jugendliche die allgemein
bildenden Schulen verlassen, rund neun Prozent weniger als noch im
Jahr 2003. Bei den nichtstudienberechtigten Schulabgängern fiel der
Rückgang mit 18 Prozent noch deutlicher aus. Auch der starke
Anstieg der Studienanfänger von 378.000 im Jahr 2003 auf 423.000 im
Jahr 2009 verringere die Anzahl der Ausbildungsplatzsuchenden
erheblich. Ein Problem, das sich Maaß zufolge auch durch
Zuwanderung mittelfristig nicht lösen lasse. Sein Vorschlag: „Wir
müssen die jungen Menschen in unserem Land qualifizieren – und zwar
alle.“ Dem trage auch der im Oktober vergangenen Jahres bis 2014
verlängerte „Nationale Pakt für Ausbildung und
Fachkräftenachwuchs“, in dessen Mittelpunkt die Förderung
schwächerer Jugendlicher und die Verstärkung der Integration von
Jugendlichen mit Migrationshintergrund stehe, Rechnung.
Breites Maßnahmenspektrum
Ausbildungswillige und –fähige Jugendliche mit Unternehmen
zusammenzubringen ist das erklärte Ziel der IHK Gießen-Friedberg.
Welche Maßnahmen dazu im vergangenen Ausbildungsjahr getroffen
wurden, erläuterte IHK-Vizepräsidentin Dr. Angelika Schlaefke.
Neben der Ausrichtung der Ausbildungsmesse „Berufswegekompass
2011“, die mit 51 Ausstellern und rund 1.600 Besuchern so gut
frequentiert war wie nie zuvor, habe sich die IHK Gießen-Friedberg
erneut erfolgreich am bundesweiten „Tag des Ausbildungsplatzes“
beteiligt. Hierbei konnten 64 zusätzliche Ausbildungsplätze noch
für 2011 gewonnen werden, 141 weitere wurden von Unternehmen für
das kommende Jahr zugesichert. Um noch unbesetzte
Ausbildungsstellen zu identifizieren, seien im Spätsommer 1.300
Unternehmen aus dem IHK-Bezirk angeschrieben worden: 49 freie
Ausbildungsstellen sowie 30 Praktikaplätze konnten auf diese Weise
gewonnen werden. Stellvertretend für alle ausbildenden Betriebe
wurde in diesem Jahr die Schunk GmbH in Heuchelheim für ihr
hervorragendes Engagement mit der Urkunde „Ausbildungsbetrieb 2010“
ausgezeichnet. Ein gemeinsam mit der Agentur für Arbeit und der
Kreishandwerkerschaft organisierter Aktionstag, bei dem 36 offene
Ausbildungsstellen und 44 EQ-Praktika zu vergeben waren, bildete
den Abschluss der erfolgreichen Akquirierungsmaßnahmen.
Top Ten
„Sie haben Ihre persönliche Strategie erfolgreich umgesetzt“
wandte sich Dr. Wolfgang Maaß an die zehn besten Auszubildenden.
„Machen Sie weiter so.“ Dass Anja Willer, die im Dezember auch zur
Bundesbesten-Ehrung nach Berlin reisen wird, vom Gießener Anzeiger
übernommen wird, ist für Maaß eine Selbstverständlichkeit. Auch ein
Großteil der anderen Absolventen wird den ausbildenden Unternehmen
treu bleiben. Aus den Händen von Dr. Wolfgang Maaß und Dr. Angelika
Schlaefke erhielten Viktor Kasazkij, Christian Liesner, Nina Lang,
Jessica Römer, Anja Willer, Johanna Langer, Alana Ludwig, Katharina
Köhne, Marcel Schäfer und Jens-Frederic Müller ihre Urkunden und
ein Präsent.
Pressemeldung Nr. 152, 4.786 Zeichen, 73
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