Hessische Industrie- und Handelskammern fordern:

Landesentwicklungsplan zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts nutzen

(Gießen-Friedberg, den 26.04.2017) - Die vom hessischen Wirtschaftsminister Al Wazir angekündigte Änderung des hessischen Landesentwicklungsplans bringt nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft Hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE) Gefahren für die Entwicklung der Unternehmen.
ARGE-Vorsitzender Eberhard Flammer betonte: „Wir begrüßen das Ziel der Landesregierung, mehr Wohnraum zu schaffen. Nur darf dies nicht zu Lasten der Unternehmen gehen. Zukünftig soll es noch einfacher möglich sein, Wohnungen in Industrie- und Gewerbegebieten zu bauen. Das wird zu massiven Konflikten mit den bestehenden Unternehmen führen. Menschen wollen in ihrer Wohnung ihre Ruhe haben, das passt aber nicht in ein Gewerbegebiet, in dem teilweise rund um die Uhr gearbeitet wird“.
Die ARGE fordert deshalb, diese Konflikte nicht weiter zu verschärfen, sondern andere Wege für den Wohnungsbau zu suchen. Der Schlüssel für die Ausweisung von Flächen für den Wohnungsbau liege aus Sicht der Wirtschaft bei den Kommunen und in einer stärkeren Regionalisierung. Das Land müsse die Kommunen dabei noch stärker unterstützen. „Die Kommunen müssen mit den Flächenressourcen strategisch umgehen. Es gilt, Entwicklungspotenziale für Wohnen und für das Gewerbe bereitzuhalten. Denn die Menschen, die eine Wohnung suchen brauchen auch einen Arbeitsplatz“, so Flammer.
Der Landesentwicklungsplan könne ein gutes Instrument sein, um die Rahmenbedingungen für die hessischen Unternehmen zu verbessern. Der ebenfalls angekündigte Schwerpunkt Breitbandausbau weise dabei in die richtige Richtung. Flammer erklärte: „Die ARGE wird sich intensiv in die Diskussion über den Plan einbringen.“
Pressemeldung Nr. 45, 2.203 Zeichen, 42 Zeilen
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